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Sind Zufriedene Kunden gut genug

oder warum der Kommunismus angestrebt werden sollte.

In den USA, dem Land mit einer kundenorientierten Ausrichtung, und der serviceorientierten Einstellung der Mitarbeiter, ist ein neuer Trend zu beobachten. Die Marketing-Gurus haben herausgefunden, dass zufriedene Kunden heutzutage nicht mehr genug sind.

"Customer Delight"

nennt sich der Trend, der behauptet, dass in einer Zeit, in der alle Unternehmen mit nahezu identischen Produkten und mit denselben Medien werben, die Kundenzufriedenheit nicht als Unterscheidungsmerkmal zwischen den Unternehmen ausreicht. "Delight" lässt sich am besten im deutschen Sprachgebrauch mit "Begeisterung" übersetzen. Nun ist aber heute schon die Kundenzufriedenheit schwer zu schaffen, wie soll da erst Kundenbegeisterung erreicht werden?

Sie haben sicherlich einige Fragen:

1. Warum sollen Kunden begeistert sein und nicht bloß zufrieden?

2. Was kommt nach der Kundenbegeisterung?

Zu Frage 1) Ja, warum sollen eigentlich Kunden begeistert werden und nicht "einfach" nur zufrieden gestellt werden?
die Voraussetzung für zufriedene Kunden sind zufriedene Mitarbeiter. Folglich sind begeisterte Mitarbeiter eine Voraussetzung für begeisterte Kunden. Eine ganze Anzahl von Unternehmen würde sich schon sehr freuen wenn sie genügend zufriedene Mitarbeiter hätte. Von begeisterten Mitarbeitern wagen diese Unternehmen höchstens zu träumen.
Viele Mitarbeiter kennen die Situation, begeisterter Kunde zu sein, nicht einmal aus eigener Erfahrung. Die eigene Erwartungshaltung der Mitarbeiter ist maximal "Zufriedenheit", also werden Sie auch im Unternehmen maximal einen Service bieten, der zu "Zufriedenheit" führt. Warum, so fragen sich die Mitarbeiter heimlich, sollten Sie Kunden begeistern, wo es doch schon so schwer ist, Kunden zufrieden zu stellen? Somit werden die Mitarbeiter alle Anstrengungen der Geschäftsleitung zur Kundenbegeisterung für weltfremd halten. Selbst in guten Unternehmen ist der Anteil der begeisterten Mitarbeiter nicht besonders hoch - man stelle sich nur die Arbeitsfreude mitten an einem Montag mitten im Hochsommer bei 38 Grad Hitze vor. Wie hoch ist wohl die Erwartung der Kunden, etwa beim Abholen eines Autos aus der Werkstatt begeistert zu werden? Ungefähr so hoch, wie dies Ihrem Autohaus bei Ihnen gelungen ist!

Kundenbegeisterung und Kommunismus - die Ziele sind gleich!

Wenn Unternehmen Kundenbegeisterung anstreben, ist das Ziel die vollkommene Kundenzufriedenheit mit Ausschlägen in Richtung Begeisterung. Die vollständige Kundenbegeisterung wird wie der reine Kommunismus nicht zu erreichen sein, da die Übermittler der Beigeisterung - Menschen - Höhen und Tiefen haben, die nicht vollständig kompensiert werden können. Zudem spielt bei der Begeisterung immer der Kunde eine wichtige Rolle. Der Kunde muss mitspielen und begeistert werden wollen.

Zu Frage 2) Was kommt nach der Kundenbegeisterung? Begeisterung lässt sich noch übertreffen. Zuerst einmal durch "Kundeneuphorie". Viele Branchen können davon profitieren, wenn die Unternehmensleitung nach einer langen Entscheidungsphase zu dem Schluss kommt, dass den Mitarbeitern nun beigebracht werden soll, die Kunden euphorisch zu machen. Und wenn die Kunden genügend euphorisch sind, lässt sich die Dosis ja sicherlich noch steigern: Denn eine natürliche Steigerung von "Euphorie" ist die "Extase". Dann verkünden neue Marketing-Gurus, sicherlich wieder aus den USA, den neusten Trend, das "Customer Extasing". Aber bis da hin ist noch etwas Zeit.

Hier und heute sollten wir uns unterhalten, wie wir gemeinsam den "Kommunismus" in Ihrem Unternehmen einführen können.

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